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Porzer Weltkriegsdenkmal

Rheinschleife Porz

Porzer Weltkriegsdenkmal

 

Das Porzer Weltkriegsdenkmal wird auch Porzer Löwendenkmal oder Porzer Kriegerdenkmal genannt. Es steht direkt am Rheinufer in Porz und ist eines der bekanntesten historischen Denkmäler des Stadtteils.

Wichtige Fakten:

  • Fertiggestellt wurde das Denkmal im Jahr 1924.
  • Es erinnert an 396 Porzer Bürger und Soldaten, die im Ersten Weltkrieg ums Leben kamen.
  • Das auffälligste Element ist die große liegende Löwenskulptur aus Beton auf einem Sockel. Der Entwurf orientierte sich am berühmten Löwendenkmal von Luzern.
  • Hinter dem Löwen befinden sich Gedenktafeln mit den Namen der Gefallenen aus Porz und den damaligen Ortsteilen wie Zündorf, Wahn, Eil, Urbach und Langel.
  • Die bekannte Inschrift beginnt mit den Worten: „Hier spricht der Stein – es hört der Rhein …“

Das Denkmal liegt an der Rheinpromenade nahe dem historischen Rathaus von Porz und bietet gleichzeitig einen schönen Blick über den Rhein. Heute ist es ein wichtiger Bestandteil des Kulturpfads Porz und steht unter Denkmalschutz.

   
von Ki e
rzähl mir die Geschichte der Löwenfigur im Detail

Die Löwenfigur am Porzer Rheinufer ist weit mehr als nur eine Skulptur. Sie entstand in einer Zeit, in der viele deutsche Städte und Gemeinden nach dem Ersten Weltkrieg nach einer Form suchten, ihre Gefallenen zu ehren. Das Porzer Denkmal wurde 1924 fertiggestellt und erinnert an 396 Männer aus Porz und den damaligen Ortsteilen, die zwischen 1914 und 1918 ums Leben kamen.

Warum gerade ein Löwe?

Ursprünglich gab es andere Ideen. In den Beratungen des Gemeinderats 1923 wurde sogar ein monumentaler Soldat als eine Art „Porzer Roland“ diskutiert. Schließlich setzte sich jedoch der Vorschlag des SPD-Politikers Johann Berger durch: ein ruhender Löwe als zentrales Symbol des Mahnmals.

Der Löwe sollte nicht Kampf oder Angriff darstellen. Deshalb liegt er mit gesenktem Kopf und auf den Vorderpfoten ruhend auf seinem Sockel. Die Haltung vermittelt Trauer, Würde und Verlust statt militärischen Triumph. Diese Darstellung lehnt sich an das berühmte Löwendenkmal von Luzern in der Schweiz an, das ebenfalls einen sterbenden bzw. trauernden Löwen zeigt.

Wie wurde die Figur gebaut?

Die Skulptur besteht aus Beton und wiegt fast eine Tonne. Bemerkenswert ist, dass sie von Steinmetzen aus der Umgebung kostenlos für die Gemeinde gefertigt wurde. Für das damals noch vergleichsweise kleine Porz war das ein bedeutendes Gemeinschaftsprojekt.

Unter dem Löwen wurde eine Inschrift angebracht, die den Gefallenen gewidmet ist. Hinter der Figur befinden sich sieben Tafeln mit den Namen aller 396 Toten. Die Namen sind nach den damaligen Gemeinden und Ortsteilen geordnet.

Politische Auseinandersetzungen um das Denkmal

Schon bei der Planung war das Denkmal politisch umstritten. SPD und KPD wollten die Inschrift um die Worte „Nie wieder Krieg“ ergänzen. Dieser Zusatz wurde jedoch von der Mehrheit des Gemeinderats abgelehnt. Dadurch blieb das Denkmal stärker im traditionellen Gedenkstil der Zwischenkriegszeit verankert.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde das Denkmal 1933 für Propagandazwecke genutzt. Die Nazis veranstalteten dort eine große „Weihefeier“ mit Festzug und politischen Inszenierungen. Später wurden sogar Hakenkreuz-Elemente an der Anlage angebracht, die erst nach dem Zweiten Weltkrieg entfernt wurden.

Verfall und Rettung

Fast 90 Jahre lang war der Löwe Wind, Regen, Frost und Luftverschmutzung ausgesetzt. Um 2010 war die gesamte Anlage so stark beschädigt, dass sie abgesperrt werden musste. 2014 wurde der Löwe abgebaut und in einer Restaurierungswerkstatt aufwendig saniert. Restauratoren schlossen zahlreiche Risse, entfernten Bewuchs und stabilisierten den fast eine Tonne schweren Betonguss. Allein die Restaurierung des Löwen nahm über 80 Arbeitsstunden in Anspruch.

2015 kehrte die Figur schließlich an ihren angestammten Platz am Rheinufer zurück. Seitdem ist sie wieder eines der markantesten Wahrzeichen von Porz.

Ein interessantes Detail

Der Porzer Löwe wirkt auf viele Besucher zunächst wie ein schlafendes Tier. Tatsächlich wurde er aber bewusst als trauernder Wächter gestaltet: Er blickt nicht stolz in die Ferne, sondern hat den Kopf gesenkt. Dadurch steht er weniger für Sieg oder Macht als für Verlust, Erinnerung und die Trauer einer Gemeinde über die Gefallenen des Krieges.

Wenn du das nächste Mal dort bist, lohnt sich ein Blick auf die Namenstafeln hinter dem Löwen. Viele der Familiennamen sind in Porz bis heute bekannt – das macht das Denkmal zu einem sehr persönlichen Stück Ortsgeschichte 

  • Direkt am Rhein gelegen am Friedrich-Ebert-Ufer in Köln-Porz.
  • Bekannt für die große Terrasse und den Blick auf die Rheinkurve.
  • Internationale und deutsche Küche mit Fisch-, Fleisch- und vegetarischen Gerichten.
  • Öffnungszeiten laut aktuellen Verzeichnissen: Dienstag bis Sonntag etwa 12:00–22:00 Uhr
  • Friedrich-Ebert-Ufer 49, 51143 Köln-Porz
    Kücks Cafe Lindlar

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