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DIE 10 SCHÖNSTEN DÖRFER MALLORCAS – ZWISCHEN BERGROMANTIK, KÜNSTLERFLAIR UND ECHTEM INSELLEBEN
INSIDE MALLORCA | Die 10 Besten – Folge 1
Mallorca kann mehr als Strand, Sonne und Sangria. Wer die Küste verlässt und ins Landesinnere fährt, entdeckt eine andere Insel. Eine Insel mit uralten Steinhäusern, engen Gassen, kleinen Dorfplätzen und einer Geschichte, die oft Jahrhunderte zurückreicht.
Manche Dörfer kleben wie Schwalbennester an den Hängen der Serra de Tramuntana. Andere liegen zwischen Mandelhainen, Olivenbäumen und Weinbergen. Und wieder andere haben sich ihren Charme als alte Fischerorte bewahrt.
Wir stellen euch zehn der schönsten Dörfer Mallorcas vor. Jedes hat seinen eigenen Charakter. Und jedes ist einen Ausflug wert.
1. FORNALUTX – DAS PREISGEKRÖNTE BILDERBUCHDORF
Wer durch Fornalutx schlendert, versteht schnell, warum der kleine Ort im Tal von Sóller zu den schönsten Dörfern Spaniens zählt. Natursteinhäuser, schmale Treppen, Blumenkübel und alte Holztüren prägen das Ortsbild.
Fornalutx wurde mehrfach für seine Schönheit und seinen gepflegten Ortskern ausgezeichnet. Das Dorf ist Mitglied der Vereinigung „Los Pueblos Más Bonitos de España“.
Seine Geschichte reicht weit zurück. Die Ursprünge liegen in der Zeit der maurischen Herrschaft. Noch heute zeugen die Terrassen und Bewässerungssysteme in der Umgebung davon, wie die Menschen diese Berglandschaft über Jahrhunderte nutzbar machten.
Das solltet ihr nicht verpassen: Einen Bummel durch die Gassen oberhalb der Plaça d’Espanya und einen Kaffee auf dem kleinen Dorfplatz. Besonders schön ist Fornalutx am frühen Morgen, wenn die Tagesgäste noch nicht eingetroffen sind.
Anfahrt und Parken: Von Sóller sind es nur wenige Kilometer bergauf. Öffentliche Parkmöglichkeiten gibt es am Rand des Ortskerns. Die engen Gassen selbst erkundet ihr am besten zu Fuß.
2. VALLDEMOSSA – WO CHOPIN DEN WINTER VERBRACHTE
Valldemossa gehört zu den bekanntesten Orten Mallorcas. Das Bergdorf liegt auf rund 400 Metern Höhe und wirkt mit seinen Steinhäusern, grünen Fensterläden und blumengeschmückten Gassen fast wie eine Filmkulisse.
Berühmt wurde Valldemossa durch den polnischen Komponisten Frédéric Chopin und die französische Schriftstellerin George Sand. Die beiden verbrachten hier den Winter 1838/39. Sand verarbeitete ihre Erlebnisse später in ihrem Buch „Ein Winter auf Mallorca“.
Die ehemalige Kartause ist heute die wichtigste Sehenswürdigkeit des Ortes. Doch auch abseits davon lohnt es sich, durch die kleinen Straßen zu schlendern.
Das solltet ihr nicht verpassen: Probiert eine Coca de Patata, das typische süße Kartoffelgebäck aus Valldemossa. Dazu passt eine heiße Schokolade oder ein Kaffee.
Anfahrt und Parken: Von Palma erreicht ihr Valldemossa über die Ma-1110. Am Ortsrand befinden sich mehrere öffentliche Parkflächen. Besonders an Wochenenden und in der Hochsaison kann es voll werden.
3. DEIÀ – DAS DORF DER KÜNSTLER UND LEBENSKÜNSTLER
Deià liegt spektakulär zwischen den Bergen der Tramuntana und dem Mittelmeer. Die honigfarbenen Häuser schmiegen sich an einen Hang, dahinter erhebt sich der mächtige Puig des Teix.
Seit Jahrzehnten zieht das Dorf Künstler, Schriftsteller und Musiker an. Der britische Dichter Robert Graves lebte hier viele Jahre. Sein ehemaliges Wohnhaus, Ca n’Alluny, ist heute ein Museum.
Später entdeckten auch internationale Prominente den kleinen Ort für sich. Trotz seines exklusiven Rufs hat Deià viel von seinem ursprünglichen Charakter bewahrt.
Das solltet ihr nicht verpassen: Den Spaziergang hinauf zur Kirche Sant Joan Baptista und zum Friedhof. Von dort bietet sich ein wunderbarer Blick über das Dorf und die Küste. Wer mehr Zeit hat, kann zur Cala Deià hinunterfahren oder wandern.
Anfahrt und Parken: Deià liegt an der Küstenstraße Ma-10 zwischen Valldemossa und Sóller. Parkplätze sind begrenzt. Gerade im Sommer lohnt es sich, früh anzureisen.
4. BANYALBUFAR – WO DIE WEINBERGE INS MEER FALLEN
Banyalbufar gehört zu den eindrucksvollsten Orten an Mallorcas Westküste. Das kleine Dorf liegt zwischen steilen Berghängen und dem Meer. Sein Markenzeichen sind die kunstvoll angelegten Terrassen, die sich wie riesige Stufen den Hang hinunterziehen.
Diese Terrassen stammen in ihren Ursprüngen aus der maurischen Zeit. Sie ermöglichten den Anbau von Obst, Gemüse und Wein an den steilen Hängen.
Besonders bekannt war Banyalbufar einst für die Malvasia-Traube. Der Weinbau erlebte später einen starken Niedergang, wird inzwischen aber wieder gepflegt.
Das solltet ihr nicht verpassen: Einen Spaziergang durch den Ort mit Blick auf die alten Terrassen. Ein Stück außerhalb liegt der historische Wachturm Torre des Verger, auch Torre de ses Ànimes genannt. Von dort bietet sich ein spektakulärer Blick über die Westküste.
Anfahrt und Parken: Von Palma führt die Strecke über Esporles und die Ma-10 nach Banyalbufar. Parkmöglichkeiten gibt es im Bereich der Ortseinfahrt. Der Ortskern ist klein und lässt sich gut zu Fuß erkunden.
5. ESTELLENCS – EIN DORF FÜR ALLE, DIE RUHE SUCHEN
Estellencs liegt an der Westküste, eingerahmt von Bergen, Olivenhainen und dem Mittelmeer. Der Ort zählt zu den kleineren Gemeinden Mallorcas und ist bis heute vom großen Massentourismus weitgehend verschont geblieben.
Die schmalen Gassen, alten Steinhäuser und kleinen Gärten vermitteln ein Bild vom ländlichen Mallorca vergangener Zeiten.
Oberhalb des Dorfes erhebt sich der Puig de Galatzó, einer der markantesten Berge im Südwesten der Tramuntana.
Das solltet ihr nicht verpassen: Einen gemütlichen Spaziergang durch die Dorfstraßen und einen Abstecher zur Cala Estellencs. Die kleine Felsenbucht ist kein klassischer Sandstrand, dafür aber landschaftlich besonders reizvoll.
Anfahrt und Parken: Estellencs erreicht ihr über die kurvenreiche Ma-10, entweder von Andratx oder von Banyalbufar aus. Parkmöglichkeiten befinden sich am Ortsrand. Für den Weg zur Bucht solltet ihr feste Schuhe einplanen.
6. ORIENT – EIN KLEINES DORF IN EINEM GROSSEN TAL
Orient ist einer dieser Orte, an denen die Zeit langsamer zu laufen scheint. Das winzige Dorf liegt in einem abgeschiedenen Tal der Serra de Tramuntana, umgeben von Bergen, Wiesen und alten Olivenhainen.
Nur wenige Häuser gruppieren sich um die Kirche Sant Jordi. Große Hotels, Souvenirmeilen oder ausgedehnte Einkaufsstraßen sucht man hier vergeblich.
Das Tal war über Jahrhunderte landwirtschaftlich geprägt. Noch heute bestimmen traditionelle Fincas, Schafweiden und Obstgärten das Landschaftsbild.
Das solltet ihr nicht verpassen: Die kleine Dorfkirche und den Blick über das grüne Tal. Wanderfreunde können von hier aus Ausflüge in Richtung Castell d’Alaró oder zum Wasserfall Salt des Freu unternehmen.
Anfahrt und Parken: Orient erreicht ihr über Bunyola oder Alaró. Die Zufahrtsstraßen sind schmal und kurvenreich. Parkplätze sind begrenzt, deshalb solltet ihr auf ausgewiesene Stellflächen achten.
7. POLLENÇA – GESCHICHTE AUF 365 STUFEN
Pollença im Norden Mallorcas verbindet historische Architektur mit lebendigem Dorfleben. Der Ort besitzt eine wunderschöne Altstadt mit kleinen Gassen, traditionellen Häusern und gemütlichen Plätzen.
Seine Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück. Nach der christlichen Eroberung Mallorcas im 13. Jahrhundert entwickelte sich Pollença zu einem wichtigen Ort im Norden der Insel.
Das bekannteste Wahrzeichen ist der Kalvarienberg. 365 Stufen führen hinauf zu einer kleinen Kapelle. Der Aufstieg wird mit einem herrlichen Blick über die Dächer des Ortes und die umliegende Landschaft belohnt.
Das solltet ihr nicht verpassen: Den Aufstieg zum Calvari und einen Bummel über die Plaça Major. Besonders lebendig ist der Ort am Sonntagvormittag, wenn der Wochenmarkt stattfindet.
Anfahrt und Parken: Pollença liegt im Norden Mallorcas und ist von Palma über die Ma-13 gut erreichbar. Öffentliche Parkmöglichkeiten gibt es außerhalb der engen Altstadt.
8. SANTANYÍ – DAS DORF AUS GOLDENEM STEIN
Santanyí im Südosten Mallorcas besitzt einen ganz eigenen Charakter. Viele Häuser wurden aus dem für die Region typischen hellen Sandstein gebaut. Besonders im warmen Licht der Abendsonne leuchten die Fassaden in goldenen Tönen.
Der Ort blickt auf eine lange Geschichte zurück. Teile der alten Befestigungsanlagen erinnern an die Zeit, als sich die Bewohner vor Angriffen von Piraten schützen mussten.
Heute ist Santanyí bekannt für seine Galerien, kleinen Boutiquen, Cafés und seinen beliebten Wochenmarkt.
Das solltet ihr nicht verpassen: Den Markt am Mittwoch oder Samstag und einen Bummel rund um die Plaça Major mit der Pfarrkirche Sant Andreu. Wer Kunst mag, findet in den umliegenden Straßen zahlreiche Galerien.
Anfahrt und Parken: Von Palma erreicht ihr Santanyí über Campos. Parkmöglichkeiten gibt es rund um den Ortskern. An Markttagen empfiehlt es sich, etwas außerhalb zu parken und zu Fuß ins Zentrum zu gehen.
9. CAPDEPERA – EIN DORF IM SCHATTEN SEINER BURG
Capdepera liegt im Nordosten Mallorcas und wird von einer mächtigen mittelalterlichen Festungsanlage überragt. Das Castell de Capdepera gehört zu den eindrucksvollsten historischen Bauwerken der Insel.
Die befestigte Anlage entstand im 14. Jahrhundert unter König Jaume II. Sie diente dazu, die Bevölkerung zu schützen und die strategisch wichtige Region zu sichern.
Noch heute sind die Mauern, Wehrtürme und Teile der historischen Bebauung erhalten. Von oben reicht der Blick bei klarer Sicht bis nach Menorca.
Unterhalb der Burg liegt der alte Ortskern mit engen Gassen, Steinhäusern und kleinen Plätzen.
Das solltet ihr nicht verpassen: Den Besuch der Burg und den Rundgang entlang der alten Mauern. Auch die historische Altstadt lohnt sich. Besonders stimmungsvoll ist der mittelalterliche Markt, der traditionell im Mai stattfindet.
Anfahrt und Parken: Capdepera erreicht ihr über Artà oder von Cala Ratjada aus. Parkmöglichkeiten gibt es im Ort unterhalb der Burg. Der Aufstieg erfolgt zu Fuß und ist teilweise recht steil.
10. PORTOCOLOM – MALLORCAS MARITIMES BILDERBUCH
Portocolom unterscheidet sich deutlich von den Bergdörfern unserer Liste. Der alte Fischerort an der Ostküste liegt an einem der größten Naturhäfen Mallorcas.
Besonders malerisch ist der historische Ortsteil rund um die alten Bootshäuser. Bunte Fassaden, kleine Stege und traditionelle Fischerboote prägen das Bild.
Portocolom gehört zur Gemeinde Felanitx und blickt auf eine lange maritime Geschichte zurück. Der Hafen spielte über Jahrhunderte eine wichtige Rolle für Fischerei und Handel.
Obwohl sich auch hier der Tourismus entwickelt hat, sind Teile des alten Ortskerns erstaunlich ursprünglich geblieben.
Das solltet ihr nicht verpassen: Einen Spaziergang entlang der alten Bootshäuser von Sa Capella und einen Blick auf den markanten Leuchtturm an der Hafeneinfahrt. Besonders schön ist Portocolom am späten Nachmittag, wenn sich die Häuser im ruhigen Hafenwasser spiegeln.
Anfahrt und Parken: Von Palma führt die Strecke über Felanitx nach Portocolom. Rund um den Hafen und in den angrenzenden Straßen gibt es öffentliche Parkmöglichkeiten. In der Hochsaison kann die Parkplatzsuche etwas länger dauern.
UNSER FAZIT: DAS SCHÖNSTE MALLORCA LIEGT OFT ABSEITS DER STRÄNDE
Zehn Dörfer, zehn ganz unterschiedliche Gesichter einer Insel.
Fornalutx begeistert mit seiner Bilderbucharchitektur. Valldemossa erzählt von Musik und Literatur. Deià lockt Künstler und Romantiker. Banyalbufar beeindruckt mit seinen uralten Terrassen, während Estellencs und Orient zeigen, wie ruhig Mallorca noch sein kann.
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Kategorie Bar
Kulturpreis für die Barkultur: Bodega Morey
Bester Variat: Bar Casa Miss
Bestes Llonguet: Bar Plata
Bestes Pa amb Oli: Sa Ximbomba Gènova
Bester Spezialitätenkaffee: Bacan
Bester Cocktailbar: Coquetier Cocktail Club

Kategorie Förderung der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft
Beste Förderung und Sponsoring: D.O. Binissalem
Beste handwerkliche Eisdiele oder Schokoladenmanufaktur: Gelateria Ca’n Miquel
Lokale Produkte und Regionalität: Galletes d’Oli ARTÀsanes
Beste Vermittlung und Förderung der mallorquinischen Gastronomie: Koldo Royo
Beste Bäckerei: Forn Fondo
Beste Konditorei: Pastisseria Ca’n Roca
Bester Wein oder bestes Weingut: Bodega 4 Kilos

Kategorie Küche und Gastronomie
Bester Restaurantleiter: Rodolfo Antonelli (Voro)
Bester Koch: Fernando Pérez Arellano
Preis für das Lebenswerk: Marga Coll
Bestes Restaurant: Zaranda
Bester Nachwuchskoch: Jordi Cantó
Beste traditionelle mallorquinische Küche: Ca’s Patró March

 
   
   
   

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